Zwischen Gleichstellung und „Gender-Gaga“ – Oder: Was hat die KOOP mit Feminismus am Hut?

Die KOOP wird von zwei Professorinnen geleitet, denen die Themen Gleichberechtigung und Frauenförderung sehr am Herzen liegen. Daher liegt es nahe, dass wir uns als interdisziplinäres Forschungsteam auch mit den Themen Feminismus und Gendern auseinandersetzen und uns im aktuellen Diskurs entsprechend positionieren.

Statements von Christina Schaefer (HSU/Uni Bw) und Anne Müller-Osten (HdBA)

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Unser Anliegen

Unsere Innen-Rubrik richtet sich an alle User unserer Website, die sich grundsätzlich für Themen, wie Gleichstellung, Diversität und Feminismus interessieren. Wir hoffen jedoch auch auf Lesende, die den genannten Themen kritisch gegenüberstehen. Wir möchten Ihnen einen übersichtlichen Einblick in das Thema anbieten und bemühen uns dabei, die hier behandelten Sachverhalte wissenschaftlich objektiv und differenziert darzustellen.

Wir sind davon überzeugt, dass den Themen Feminismus und Gender-Gleichberechtigung durch ihre zunehmende gesellschaftliche Relevanz und die sich daraus entwickelnde öffentlichn Sensibilität auch für das öffentliche Finanzwesen als traditionell männlich dominiertes Metier eine hohe Bedeutung zuteilwird. Darüber hinaus wird es gleichwohl im alltäglichen (Arbeits-)Leben immer wichtiger, sich mit bestehenden Rollenbildern kritisch auseinanderzusetzen. Dabei spielt auch die Sprache eine entscheidende Rolle, weswegen nicht zuletzt das Gendern ein wichtiges Thema in diesem Kontext darstellt.

Wir als KOOP halten den Diskurs rund um das Gendern für weit mehr als nur ein “Modethema” und erläutern Ihnen im Folgenden, warum wir uns speziell diesem Thema widmen und warum die Verwendung einer gendergerechten Sprache insbesondere für öffentliche Behörden/Behörden des öffentlichen Finanzwesens erstrebenswert erscheint.

Position der KOOP OEFW zum Gendern

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Worin liegt der Unterschied zwischen Feminismus und Gendern?

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Warum Gendern?

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Gendergerechte Sprache in deutschen Behörden

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Gendern ja, aber wie?

Häufig wird kritisiert, dass die Genderformen zu umständlich seien und den Sprach- bzw. Lesefluss störten. Es ist jedoch grundsätzlich üblich, dass Neuerungen und das Brechen mit alten Mustern zunächst als unbequem empfunden werden, bis sie zur Gewohnheit werden. So prägen sich schließlich neue Sprachformen ein, beeinflussen das Denken und schaffen eine Sensibilität für das Problem.

„Richtig gendern heißt nicht, nach vorgegebenen Regeln gendern, sondern vielmehr situationsangemessen, sachangemessen, d.h. inhaltlich korrekt, verständlich, durchgängig und ansprechend den Grundsatz der geschlechtergerechten Sprache in der eigenen Sprachproduktion umsetzen.“ (gend-o-mat o.J.: 16)

Wenn wir Sie bis hierher überzeugen konnten, das Thema Geschlechtersensibilität ernst zu nehmen und Sie sich im nächsten Schritt entscheiden, Texte gendergerecht verfassen zu wollen, stellen sich zunächst ein paar wichtige Fragen: Wie geht man es an? Und vor allem: Welche Vor- und Nachteile bieten die vielfältigen Formulierungsmöglichkeiten? Ein weit verbreiteter Kritikpunkt an geschlechtersensibler Sprache ist die erschwerte Lesbarkeit durch den vermeintlich gestörten Lesefluss. Wie lässt sich dies umgehen?

Folgende Kriterien spielen bei der Wahl der Gendervariante eine Rolle: Textlänge, Lesefluss, Sprechfluss, Einbezug von Gruppen, Maschinenlesbarkeit, Ästhetik sowie grammatikalische Schwierigkeiten. Im Hinblick auf die Gleichberechtigung der Geschlechter sollten möglichst Formulierungen gewählt werden, die Männer, Frauen sowie inter- und trans*-Menschen gleichermaßen ansprechen. Neben den konkreten Vor- und Nachteilen der verschiedenen Möglichkeiten, geschlechtergerechte Sprache anzuwenden, ist es letztlich auch ein Stück weit Geschmackssache, für welche Form Sie sich entscheiden wollen.

Varianten des Genderns

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Literatur

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